OSTERN – AUFERSTEHUNG DES HERRN

Ostern (lateinisch pascha) ist im Christentum die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi, der den Tod überwunden hat.

Mit diesem beginnt die österliche Freudenzeit („Osterzeit“), die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert.

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Die Auferstehung Christi (hê anastasis), Mosaik rechts neben dem Durchgang vom westlichen Vorraum zum großen Kirchenraum in der großen Kirche des Klosters Hosios Lukas, 11. Jahrhdt.

 

KARSAMSTAG

Der Karsamstag ist der Tag, an dem die Kirche der Grabesruhe Christi gedenkt und mit Fasten und Gebet seine Auferstehung erwartet. Es werden (am Tag selbst) keine Sakramente gefeiert, die mit Festfreude verbunden sind, insbesondere keine Eucharistiefeier, die Heilige Kommunion wird nur als Wegzehrung (Sterbekommunion) gereicht. Da die Feier der Osternacht eine Vigil ist, die zur Gänze im Dunkeln abgehalten werden soll, beginnt sie in vielen Kirchen in den späten Abendstunden des Karsamstags.

Am Karsamstag nachmittags werden vielerorts die Osterspeisen gesegnet, dies will den Segen für Speisen erbitten, die – in früheren Zeiten – in der Fastenzeit nicht verzehrt wurden.

 

KARFREITAG

Der Karfreitag – althochdeutsch kara, „Klage, Kummer, Trauer“. Wir gedenken an diesem Tag des Kreuzestodes Jesu Christi.

In der katholischen Kirche ist er ein strenger Fast- und Abstinenztag, was die besondere Bedeutung des Todes Jesu für einen Christen zum Ausdruck bringen soll.

GRÜNDONNERSTAG

Gründonnerstag (auch Hoher Donnerstag). An ihm gedenken die christlichen Kirchen des letzten Abendmahles Jesu mit den zwölf Aposteln am Vorabend seiner Kreuzigung, seines angstvollen Gebetes am Fuß des Ölberges und seiner Gefangennahme.

Als Gedächtnistag des Letzten Abendmahls und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie und des Priestertums durch Jesus Christus selbst kommt dem Gründonnerstag eine besondere Bedeutung in der Liturgie zu.

PALMSONNTAG

Am Palmsonntag wird des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Zum Zeichen seines Königtums jubelte das Volk ihm zu und streute dem nach Jerusalem Kommenden Palmzweige. Palmen wurden vielerorten als heilige Bäume verehrt. Im Mittelmeerraum galten sie von alters her als Sinnbild des Lebens und des Sieges, in Israel insbesondere auch das Symbol für die Unabhängigkeit und den siegreichen König. Von daher stellte der so gestaltete Einzug auch für die Römer eine besondere Provokation dar. Der Esel wiederum war ein Sinnbild des gewaltlosen Friedenskönigs und der Bescheidenheit.

Der Ursprung der christlichen Palmsonntagsfeier geht wohl auf die Liturgie von Jerusalem zurück, wo man die einzelnen Ereignisse des Leidensweges Jesu in eigenen Feiern und Riten nachbildete.

 

ASCHERMITTWOCH – die Fastenzeit

Der Aschermittwoch stellt im Christentum der Westkirche den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit dar und soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte (Mt 4,2).

Die Fastenzeit umfasst 46 Kalendertage und dauert bis Karsamstag, die sechs fastenfreien Sonntage (1.–5. Fastensonntag und Palmsonntag) werden nicht mitgerechnet. Als Hochfest wird in der Fastenzeit der Josefitag, der 19. März gefeiert, da im Jahr 2013 der 25. März (Verkündigung des Herrn – genau 9 Monate vor Weihnachten) in die Karwoche fällt, wird die Festfeier auf den Montag nach dem Weißen Sonntag (8. April) verlegt. Besondere Tage in dieser Zeit, an denen Abstinenz gilt (d.h. einmalige Sättigung am Tag und keine Genussmittel) am Aschermittwoch und Karfreitag – diese beiden Tage sind dabei gleich gesetzt.

Fastenzeit heißt nicht nur, weniger essen und trinken, überhaupt weniger für sich selbst fordern und verbrauchen. Der Sinn: Der ganze Mensch soll frei und gesund werden; sich selbst wiederfinden; das einüben und verwirklichen, was wir durch die Taufe geworden sind: der neue Mensch, in dem Christus sichtbar wird. Das Gesetz Christi: nicht fordern, sondern schenken; loslassen, sich selber lassen und wie durch den Tod hindurch das neue, größere Leben gewinnen.

Chargen Sommersemester 2013

Die Chargen für das Sommersemester 2013 sind:

Senior: Oliver Tazl vlg. Mastercard
Consenior: Ulfried Hainzl vlg. Faust
Schriftführer: Christof Kolm vlg. DC-6
Fuchsmajor: Stefan Preitler vlg. Photos
Kassier: Christoph Leo vlg. Kaiserjäger

Alle Chargen sind unter der jeweiligen Funktionsbezeichnung charge [ät] erasmus-graz.at per Email erreichbar. Telefonische Kontaktdaten können dem Semesterprogramm entnommen werden.

Ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest!

Weihnachtsevangelium nach Lukas

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.
Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In jener Gegend lagerten Hirten auf Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.

WEIHNACHTEN – das Fest der Geburt Jesu Christi als Mensch

Weihnachten zählt mit Ostern und Pfingsten zu den zentralen Festen des Kirchenjahres. Zu Weihnachten feiern Christinnen und Christen in der Geburt Jesu die Menschwerdung Gottes. In Jesus, so sagt es der christliche Glaube, hat sich Gott den Menschen mitgeteilt und ihnen das Heil geschenkt. Weihnachten ist das Fest der Erlösung, des Friedens, der Liebe und vor allem der Hoffnung auf Rettung der Welt, ihre Vollendung und ewiges Leben.
Das Weihnachtsfest leitet seinen Namen von der alten Festtagsbezeichnung für das Christfest, nämlich den „Geburtstag unseres Herrn Jesus Christus“ (lat.:Natalis, nativitas Domini), ab und wurde in Rom schon im 4. Jahrhundert am 25. Dezember gefeiert. Neben der Bezeichnung „Christfest“ hat sich 1150 der Begriff „Weihnachten“ (aus dem Mittelhochdeutschen „ze den wihen nahten“ = zu den geweihten, heiligen  Nächten) gebildet. Daraus entstand der Begriff des „Heiligen Abends“, dem Vorabend des Festes der Geburt Jesu.

Warum der 25. Dezember?

Als Ort für die Geburt Jesu nennt das Lukasevangelium Bethlehem bzw. dessen Umgebung. Der historisch exakte Tag der Geburt Jesu ist jedoch unbekannt, da für die ersten Christengenerationen die historisch genaue Festlegung dieses Tages eher unbedeutend gewesen zu sein scheint. Dennoch wurde bereits im 2. Jahrhundert ein „Gedächtnisfest“ als Vorläufer des heutigen Weihnachtsfestes begangen. Als historisch gesichert gilt eine Feier des Geburtsfestes Jesu im Jahr 336 in der römischen Stadtliturgie.
Über die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsfestes gibt es zwei Überlieferungen. Eine Theorie geht davon aus, dass die römische Kirche mit der Terminisierung des Festes der Geburt Christi („Natalis Christi“) auf den 25. Dezember ein bewusstes Zeichen gegen das heidnische Fest der Wintersonnenwende setzen wollte. Die Römer feierten an diesem Tag ihren Sonnengott Saturn. Für Christen war jedoch mit der Geburt Jesu „das wahre Licht, das jeden Menschen  erleuchtet“, in die Welt gekommen, weshalb Jesus auch als „Sonne der Gerechtigkeit“, als „Licht der Welt“ und als „Morgenstern“ bezeichnet wird.
Eine zweite Theorie meint, dass christliche Theologen schon im 3. Jahrhundert den im Evangelium nicht genannten Geburtstag Christi am 25. Dezember berechneten, weil man vom 25. März als Tag seiner Empfängnis ausging.

Christmette.

Die Christmette am Heiligen Abend ist die Mitternachtsliturgie des Weihnachtsfestes. Das Wort „Mette“ ist eine Ableitung vom Lateinischen „hora matutina“ und bezeichnet das nächtliche Gotteslob der Mönche.Nach der liturgischen Regel, dass alle großen Feste eine so genannte Vigil, eine Nachtwache, aufweisen müssen, in der man sich wachend und betend auf das zu feiernde Festereignis vorbereitet, begann man das Fest mit der „Matutin“ (= nächtliches Stundengebet, Mette) zu feiern. Noch im 17. und 18. Jahrhundert fanden die Christmetten gewöhnlich am Christtag zu früher Morgenstunde statt. In der Folgezeit rückte die Mette immer weiter zur Mitternacht oder sogar auf den Abend des 24. Dezember vor, was mit der Vorverlegung der Bescherung und der häuslichen Feier auf den so genannten „Heiligen Abend“ zusammenhängt.

Weihnachten – Zeit voller Symbole

Stern – Orientierung in dunkler Zeit.
Der Stern zählt zu den ältesten Weihnachtssymbolen. Das Matthäus-Evangelium berichtet – je nach Übersetzung – von Magiern, Sterndeutern oder Weisen, die einer Sternkonstellation folgend über Jerusalem nach Bethlehem kamen, um dem neugeborenen Jesuskind zu huldigen. Der Stern gilt als Symbol für Orientierungshilfe in dunkler Zeit.
Engel – Boten des Himmels.
Im Weihnachtsevangelium erscheint den Hirten auf den Feldern vor Bethlehem ein Engel, der ihnen die Geburt Christi verkündet. Das Wort „Engel“ stammt vom griechischen Wort „Angelos“, das „Bote“ bedeutet. Engel gelten somit als Boten des Himmels.
Christbaum – Zeichen der Hoffnung.
Der Weihnachtsbaum wurde im Laufe der Jahrhunderte zum wohl bekanntesten und beliebtesten Weihnachtssymbol. Der Baum ist ein uraltes Lebenssymbol, er gilt als Zeichen der Fruchtbarkeit und des Wachstums. Schon im Mittelalter schmückten die Menschen ihre Wohnstätten mit immergrünen Zweigen von Fichte, Tanne, Kiefer, Eibe, Wachholder oder Mistel. Die Lebenskraft, die in den Pflanzen steckte, galt als Zeichen der Hoffnung auf ein Wiedererwachen der Natur, als Symbol des Lebens.
Die Kerzen am Weihnachtsbaum machen deutlich, dass mit der Geburt Jesu das Dunkel der Welt erhellt wird. Der Weihnachtsbaum wird in vielen Gegenden auch ‚Christbaum’ genannt und verweist so auf Jesus Christus.
Als frühester Beleg für einen mit Sternen und Lichtern verzierten Weihnachtsbaum gilt ein Kupferstich aus dem Jahr 1509. Später begann man, diesen Tannenbaum oder Tannenzweige am Weihnachtsabend mit Festtagsgebäck, Äpfeln und Kerzen zu schmücken. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand der Christbaum in den christlichen Kirchen und vielen Familien Einzug.
Erste Krippe im Jahr 1223.
Der griechische Text des Lukasevangeliums sagt, dass Maria ihren Sohn in Windeln wickelte und in „he phatne“ (eine Vertiefung im Höhlen- bzw. Stallboden, aus der die Tiere ihr Futter fraßen) legte. Das deutsche Wort „Krippe“ stammt aus dem indogermanischen und bedeutete zunächst einen geflochtenen Futtertrog/Korb. Die Idee zur ersten Weihnachtskrippe hatte der Heilige Franz von Assisi. Er hielt bereits 1223 in Greccio (Italien) eine Krippenfeier mit lebenden Tieren ab.
Die Weihnachtskrippe stellt die mit der Geburt Christi verbundenen Ereignisse dar, indem im dreidimensionalen Raum Figuren so verteilt sind, dass die Weihnachtsbotschaft dem Betrachter vor Augen geführt wird. Bereits sehr frühe Darstellungen zeigen das Jesuskind in einer geflochtenen Krippe. Man geht davon aus, dass Papst Liberius Mitte des 4. Jahrhunderts eine Basilika mit einer Krippenkapelle errichten ließ. 420 erbaute man an dieser Stelle S. Maria Maggiore, wo man Holzstücke aufbewahrte, die angeblich von der Krippe Jesu stammen sollten. Wahrscheinlich ist an dieser Stelle in den Weihnachtstagen auch die erste dreidimensionale Krippe gestanden. Seit jener Zeit ist es in S. Maria Maggiore üblich, die Geburt Jesu Christi in Form einer Krippe mit einem in Windeln gewickelten Kind zu zeigen. Daraus entwickelte sich der Brauch, als Nachbildung der Geburtsszene Christi neben dem Altar eine Krippe aufzustellen. Eine europaweite Verbreitung fand die Weihnachtskrippe ab dem 16. Jahrhundert durch die Jesuiten. Die erste Krippe des Ordens stand um 1560 in einem Kloster in Portugal.
Räuchern als Brauch.
Die Heilige Nacht und Weihnachten sind mit viel Brauchtum verbunden, das auch heidnische Wurzeln aufweist. An den so genannten heiligen drei Abenden (Hl. Abend, Silvester und der Abend vor Dreikönig) ist es Brauch, Haus und Hof mit Weihwasser zu besprengen und mit Weihrauch, Speik oder anderen Kräutern, die auf glühende Kohle gelegt werden, zu beräuchern. Dieser Brauch des Segnens von Haus und Hof mit Weihrauch zur Bitte an Gott um Schutz für Mensch und Tier wird als Räuchern bezeichnet. Nach altem Brauch hält man in der Heiligen Nacht Nachtwache. Mancherorts lässt man in dieser Nacht eine Kerze oder das Licht brennen.(Entnommen der Homepage der Diözese Gurk-Klagenfurt)

ADVENT

Der Ursprung des Wortes Advent liegt in der lateinischen Sprache. Es kommt von “advenire”, was Erwartung oder Ankunft bedeutet.
Also um eine Vorbereitungszeit auf Christi Geburt – auf Weihnachten.
Anfänglich hatte diese Zeit der Vorbereitung fünf oder sechs Wochen gedauert. Auf dem Konzil von Lerida im Jahr 524 wurde dann eine vier Wochen andauernde Fastenzeit festgelegt und angeordnet. Dabei sollte diese Zeit – ähnlich wie die Zeit vor Ostern – der Besinnung und dem Nachdenken dienen. Die traditionelle Kirchenfarbe für den Advent ist Violett, die für Buße und Umkehr steht. Der ursprüngliche Fastengedanke der Adventszeit ist auch heute noch in Teilen vorhanden.

Bei der Festlegung einer Adventszeit mit vier Advent-Sonntagen ist dieses keineswegs willkürlich passiert. – Im Mittelalter war nämlich der Glaube weit verbreitet, dass die Erde 4000 Jahre vor der Geburt Christi geschaffen worden sei. Damit wurden die vier Adventswochen zum Symbol für die vier Jahrtausende, in denen die Menschen auf die Ankunft des Heilands warten mussten.

Im Laufe der Zeit hat die Adventszeit einen starken Wandel durchlaufen. – Heute stellt der Advent eher eine Art des Feierns als eine Art des Fastens und der Besinnung dar.

Eine Besonderheit sind die sogenannten Roratemessen (Frühmessen) in dieser Zeit, die normalerweise immer der Gottesmutter Maria gewidmet sind. Der Name Rorate stammt von der Antiphon zum Eingangsgesang des vierten Adventsonntags in der lateinischen Messe und eben der zu Ehren Mariens, die auf Jesus Christus hinweist: “Rorate caeli desuper,et nubes pluant iustum:aperiatur terra, et germinet Salvatorem.” (Tauet Himmel, von oben,ihr Wolken, regnet den Gerechten:Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor.)
Besondere Heilige in dieser Zeit sind: Barbara und Nikolaus von Myra